Wie viel Planung muss sein?

Wie viel Planung muss sein?

Detailliert planen oder lieber mit einem Minimal-Konzept starten?

Wie viel Planung und Struktur braucht es? Kann es auch mal zu viel Planung sein?

Hier gibt es, wie so oft, kein Richtig oder Falsch. Wie detailliert du planst, hängt in erster Linie davon ab, was für ein Typ Mensch du bist.

Vielleicht bist du eine Person, der es Sicherheit gibt, wenn viele Strukturen als Leitplanken in ihrem Alltag vorhanden sind. Oder du gehörst zu den Menschen, die Struktur und Planung zunächst als Begrenzung empfinden und deshalb als Einschränkung in ihrer Freiheit.

Lass uns die Vorbereitung einer längeren Urlaubsreise als Beispiel nehmen.

Variante 1:

  • Du bereitest dich intensiv auf die Reise und die Aufenthaltsorte in deinem Urlaubsland vor.
  • Du planst deine Etappenziele und die jeweiligen Verkehrsmittel.
  • Du weißt ganz genau, wann du wo übernachten wirst.
  • Du planst, welche Unternehmungen oder Besichtigungen du an welchem Tag machen wirst.

Solange nichts Unvorhergesehenes passiert, ist nichts dem Zufall überlassen. Während deiner Reise kannst du dich an deinen Plan halten und hast damit Sicherheit. Das gibt dir die Möglichkeit, dich voll und ganz auf das zu konzentrieren, was gerade um dich herum passiert.

Variante 2:

  • Du steckst nur die wichtigsten Eckpunkte fest.
  • Du planst deine Anreise und auch die Rückreise.

Dazwischen möchtest du gerne alles auf dich zukommen lassen und dir maximale Spontanität erhalten. Das gibt dir das, für dich wichtige, Gefühl von Freiheit.

Beide Varianten ermöglichen dir, je nachdem, was zu dir passt, einen tollen und unvergessenen Urlaub. Denn, was für die eine Person Stress und Unsicherheit ist, bedeutet für die andere Freiheit und Entspannung pur. Und umgekehrt: Was dem einen Menschen Sicherheit gibt, nimmt dem anderen fast die Luft zum Atmen.  

Auch wenn dir Flexibilität über alles geht, wirst du dich vor deiner Reise dennoch auf ein paar grundlegende Dinge vorbereiten müssen.

Zum Beispiel:

  • Welche Einreisebedingungen erwarten dich?
  • Mit welchen Mitteln kannst du unterwegs und vor Ort zahlen?
  • Wie ist das Klima im Land und wie wird das Wetter voraussichtlich zu deiner Reisezeit sein?
  • Welche landestypischen Gepflogenheiten solltest du unbedingt kennen?

Wenn du dich nicht mit den wichtigsten Grundlagen auseinandersetzt, kann der Traumurlaub schnell ein jähes Ende finden.

Übertragen wir das nun auf deinen Start in die Selbstständigkeit.

Ein Business zu starten, ohne die wichtigsten Grundregeln und Grundlagen zu kennen, ist keine gute Idee. Wie bei einem Urlaub kann das Abenteuer Selbstständigkeit dann auch ganz schnell wieder vorbei sein.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen und auch deine Pflichten als Selbstständige:r solltest du unbedingt kennen. Zum Beispiel ist es absolut sinnvoll, eine Idee von deinem Angebot und deiner Zielgruppe zu haben. Ebenso ist es wichtig zu wissen, wie viel Geld du in der Startphase benötigst. Dir sollten die entsprechenden finanziellen Reserven zur Verfügung stehen, damit dir nicht früher oder später finanziell die Puste ausgeht.    

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Verschiedene Möglichkeiten, deine Selbstständigkeit vorzubereiten

Über die Basics hinaus, gibt es aber auch bei der Gründung und dem Aufbau deines Business verschiedene Varianten von Planungsintensität und Vorbereitung.

Je nach Typ kannst du dich auf deine Selbstständigkeit vorbereiten und alle Schritte bis ins letzte Detail planen. Bei einigen Themen ist das sehr sinnvoll, in anderen Bereichen stellt sich das in der Regel als Hemmschuh heraus. Denn, je mehr du ins Detail gehst, umso mehr hast du das Gefühl, nie 100% fertig zu sein. Der Start rückt dadurch in immer weitere Ferne.

Bei aller Detailliebe, irgendwann heißt es: Einfach mal loslegen.

Du kannst auch starten – wie am Beispiel der Urlaubsreise – indem du dich nur mit den absolut unumgänglichen Themen auseinandersetzt. Ich nenne es mal: Start mit Minimal-Konzept. Eine gute Idee. Denn viele Dinge ergeben sich automatisch, während du ins Tun kommst. In der Umsetzung und beim Sammeln von Erfahrungen, kannst du dann immer noch Nachjustieren. Du kannst deine Handlungsschritte anpassen, je nachdem, ob der eine Weg sich für gut und passend und ein anderer für eher ungeeignet herausstellt.

Dem Prozess der Gründung Zeit geben

Mein Tipp: Auch wenn du eher ein ungeduldiger Mensch bist und wenig Zeit verlieren möchtest, überstürze nichts.

Eine gewisse Zeit braucht jede Gründungsidee und die Vorbereitung auf den Start. Aus vielen, vielen Coachings weiß ich, dass der Prozess vom Wunsch, selbstständig zu sein, bis zur Umsetzung der Geschäftsidee, Zeit benötigt. Du bekommst so viel Input auf diesem Weg. Und das eine oder andere Thema ist es wert, nicht über´s Knie gebrochen zu werden, sondern ein Stückchen in dir reifen zu dürfen.

Natürlich sind die oben genannten Beispiele etwas oberflächlich und es gibt noch verschiedene andere Rahmenbedingungen, die zu berücksichtigen sind. Beispielsweise macht es einen riesen Unterschied, ob du alleine eine Urlaubsreise planst oder mit Familie und Kindern. Genauso macht es einen Unterschied, ob du mit deiner Selbstständigkeit nur dich alleine oder eine ganze Familie versorgen musst.

Es gibt nicht „den einen richtigen Weg“. Es gibt immer nur deinen Weg. Die goldene Mitte zwischen Planung und einfach-mal-machen, muss zu dir passen. Je mehr du dich mit dir selbst auseinandersetzt, umso besser weißt du, wieviel Sicherheit und Flexibilität du brauchst, um dich wohl zu fühlen.   

Darf ich dich dabei unterstützen, den zu dir passenden Weg in die Selbstständigkeit zu finden? Lass uns gemeinsam festlegen, welche Themen bei deiner Existenzgründung gut geplant sein sollten und an welcher Stelle du es locker angehen kannst?

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