Business Mentoring - Maren Ehlers - Expertin für Finanzen und Wachstum

Der Businessplan

Maren Ehlers - Expertin für Business & Finanzen

Maren Ehlers

Hallo, ich heiße Maren! Meine Mission ist es, dich auf dem Weg zu deinem erfolgreichen Business zu begleiten und zu unterstützen. In meinem Blog findest du spannende und wertvolle Inhalte zu den Themen Gründung, Business-Aufbau, Wachstum & Finanzen.

Kategorie: Existenzgründung | Unternehmertum

Was ist ein Businessplan?

Ein Businessplan ist die ausführliche, schriftliche Darstellung eines Geschäftsvorhabens. Dabei kann es sich um ein Gründungsvorhaben, also die Umsetzung einer Geschäftsidee handeln. Es kann aber auch um die Erweiterung eines bereits bestehenden Unternehmens gehen. Im Falle eines Gründungsvorhabens wird auch oft der Begriff Gründungskonzept verwendet.

 

Wann brauchst du einen Businessplan?

Einen Businessplan brauchst du immer dann, wenn du Banken, Investor:innen oder andere Geldgeber:innen von deinem Gründungsvorhaben überzeugen möchtest. Das ist der Fall, wenn du für die Umsetzung deiner Geschäftsidee Fremdkapital (zum Beispiel Kredite, Beteiligungen, Bürgschaften etc.) für Investitionen und Anlaufkosten der ersten Monate benötigst.

Bemerkung: Wenn du dich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig machen möchtest, musst du für den Antrag für den Gründungszuschuss bei der Agentur für Arbeit ebenfalls einen Businessplan erstellen. Inhaltlich gilt für diesen Businessplan alles, wie ich es im Folgenden beschreibe. Die Anforderungen der Agentur sind im Detail jedoch nicht so hoch wie die einer Bank oder anderer Geldgeber:innen. 

Egal für wen du den Businessplan erstellst: Er ist auch immer ein wertvolles Dokument für dich selbst. Oft höre ich von Gründer:innen, dass sie ihr Gründungskonzept auch nach der Gründung immer wieder in die Hand nehmen. Sie schlagen nach, was sie zu den einzelnen Themen geschrieben haben und was sie ursprünglich geplant hatten.

 

Warum wollen Geldgeber:innen einen Businessplan von dir haben?

Der Businessplan ist die wesentliche Entscheidungsgrundlage für Banken, Investor:innen und andere potenzielle Geldgeber:innen. In deinem Businessplan stellst du deine Geschäftsidee und deren geplante Umsetzung im Detail dar. Dabei berücksichtigst du alle wesentlichen Aspekte, die mit diesem Vorhaben in Zusammenhang stehen. Mit deinem Businessplan hat ein:e potenzielle:r Geldgeber:in also ein fundiertes Konzept in der Hand. Damit haben sie eine Grundlage auf der sie entscheiden können, ob sie von deinem Gründungsvorhaben überzeugt sind, Vertrauen in deine unternehmerischen Fähigkeiten haben und dich mit finanziellen Mitteln unterstützen wollen. 

 

Was gehört alles in einen Businessplan?

Der erste Teil eines Businessplans besteht aus Texten, Grafiken und Statistiken.

Folgende Themen werden genauer dargestellt:   

1. Wer gründet

Es geht um dich als Gründer:in, um deine Qualifikationen, deine Persönlichkeit und deine Motivation zur Selbstständigkeit. Du gehst auch auf deine persönlichen, gegebenenfalls auch familiären Rahmenbedingungen, unter denen du gründest, ein.

Die Leser:innen sollen erkennen können, dass du sowohl aufgrund deiner persönlichen als auch deiner fachlichen Qualifikationen gut gerüstet bist, um erfolgreich zu gründen.

Wenn ihr mehrere Gründer:innen seid, wird auf jede einzelne Person des Teams Bezug genommen. Im Falle eines Gründer:innen-Teams könnt ihr so aufzeigen, dass eure Qualifikationen sich ergänzen und alle wesentlichen Kompetenzen im Team abgedeckt werden.

2. Die Geschäftsidee

Hier erläuterst du dein Angebot, deine Preise und auf welche Weise deine Leistungen von deinen Kund:innen wahrgenommen werden können.

Du beschreibst, wer deine Zielkund:innen sind und mit welchem Alleinstellungsmerkmal (USP) du dich mit deinem Unternehmen am Markt positionierst.

Ebenso, je nach Geschäftsmodell, erklärst du hier Details zu deinen Lieferant:innen und möglichen Kooperationspartner:innen. Darüber hinaus informierst du über wesentliche Merkmale deines Standortes und erklärst, wie die Organisation, inklusive möglicher Mitarbeiter:innen, deines Business aussehen wird.

 

 

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3. Markt und Branche

Analysiere deinen Markt und die Branche, in der du gründest. Beschreibe die Ergebnisse deiner Analysen. Erkläre, wie es mit dem Markt und deiner Branche heute aussieht und wie sie sich voraussichtlich in Zukunft entwickeln werden. Mehr dazu findest du im Blogbeitrag Tipps zur Branchen- und Markt-Analyse. Wichtige und und oft spezifische Informationen findest du in Statistiken und Branchenreports. Diese kannst du zum Beispiel als Grafiken oder Übersichten in den Businessplan mit einbauen. 

Beleuchte mögliche Markteintrittsbarrieren und erläutere, wie du diese ausräumen wirst.

Setze dich mit deinen Mitbewerber:innen auseinander. Recherchiere, wer relevante Mitbewerber:innen sind. Analysiere, was eure Gemeinsamkeiten sind und wo du dich mit deinem Geschäftsmodell klar von ihnen abhebst. Mehr dazu im Blogbeitrag zur Wettbewerbsanalyse

In diesen Teil des Businessplans gehört auch die SWOT-Analyse. Hier betrachtest du deine Stärken und Schwächen und die zu erwartenden Chancen und Risiken deiner Geschäftsidee bezogen auf deinen Markt und die Mitbewerber. Hier findest du den Beitrag zur SWOT-Analyse.

 

4. Strategie

Unter diesem Punkt beantwortest du folgende Frage: Wie sieht deine Unternehmensstrategie aus, also wie wirst du dein Business strategisch entwickeln? Beschreibe deine Vision und welche Ziele du in den ersten Monaten, im ersten Jahr und innerhalb der ersten drei bis fünf Jahre erreichen möchtest. Erkläre, welche konkreten Maßnahmen du dazu umsetzen wirst. Auch zum Thema Vision und Strategie habe ich einen Blogbeitrag geschrieben.

    5. Marketing und Vertrieb

    Erkläre, wie du deine Kund:innen gewinnen möchtest und welche Marketingmaßnahmen zu deiner Vertriebsstrategie gehören. Baue diesen Punkt so auf, dass du die relevantesten Maßnahmen zuerst beschreibst. Hier darfst du mit kreativen, aber immer nachvollziehbaren und umsetzbaren Ideen dein Vorhaben untermauern.

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    Den zweite Teil eines Businessplans bezeichnet man auch als den Finanz- oder Zahlen-Teil. Dieser besteht überwiegend aus Zahlen, Tabellen und Kalkulationen. Damit untermauerst du den vorherigen Textteil.

    Die Planung erfolgt über 3 vollständige Geschäftsjahre. Gründest du zum Beispiel im Mai 2021, planst du das sogenannte Rumpfgeschäftsjahr ab Mai 2021 und die Jahre 2022, 2023 und 2024.

    In der Finanzplanung stellst du dar, wie sich dein Business über die einzelnen Monate und Jahre entwickeln wird. Hier erläuterst du, wie sich die Umsätze und Kosten zusammensetzen. Die Liquiditäts- und Rentabilitätsvorschau dürfen ebenso wenig fehlen, wie die Kapitalbedarfsplanung und die Darstellung der gewünschten Finanzierung.  

     

    Der dritte und letzte Teil des Businessplans enthält den Anhang.

    Der Anhang kann unterschiedlich umfangreich sein und hängt auch von deinem Gründungsvorhaben ab. Manchmal besteht er nur aus deinem Lebenslauf, Zeugnissen und Zertifikaten. Ein anderes Mal enthält der Anhang zusätzlich die ausführliche Markt- und Wettbewerbsanalysen oder Verträge, wie einen Mietvertrag oder Gesellschaftervertrag und andere Dokumente.

    Wenn du deinen Businessplan einer Bank vorstellst, wird diese noch andere Unterlagen von dir haben wollen. Das kann eine Selbstauskunft sein oder ein Vermögensnachweise oder ähnliches. Wie du dich am besten auf ein Bankgespräch vorbereitest, liest du übrigens in einem Blogartikel, den ich in Kürze veröffentlichen werde.

     

    Wie sieht der Aufbau eines Businessplans aus?

    Der Businessplan beginnt mit dem sogenannten Management Summary. Unter diesem Punkt fasst du die nachfolgenden Inhalte des Businessplans knapp zusammen und gibst den Leser:innen damit schon mal einen ersten Überblick deines Vorhabens.  

    Anschließend stellst du in Textform dein gesamtes Vorhaben, wie oben beschrieben dar, dann folgt die Finanzplanung und zum Schluss kommt der Anhang.

    Achte vor allem darauf, dass der Businessplan übersichtlich aufgebaut ist. Arbeite mit Überschriften, Unterpunkten und Absätzen. So ist es für die Leser:innen leichter, sich in deinem Businessplan zurechtzufinden. Die Schriftgröße 11 und ein 1,5-facher Zeilenabstand haben sich genauso bewährt, wie der Blocksatz.

     

    Wie umfangreich sollte ein Businessplan sein?

    Inklusive Anhang, Bildern und Statistiken zur besseren Darstellung deines Vorhabens, kann der Businessplan leicht 40 und mehr Seiten umfassen. Eine vorgeschriebene Seitenzahl gibt es nicht. Sicher fällt der Umfang für eine Kreditanfrage über 20.000,00 € geringer aus, als für eine Anfrage über 500.000,00 €.

    Denke daran, dass es die Leser:innen des Businessplans so einfach wie möglich haben sollten, deinen Gedanken und Ideen, aber auch deinen recherchierten Daten und Fakten zu folgen.

    Es geht um verständliche und nachvollziehbare Erläuterungen. Personen, die deinen Businessplan lesen, sollen sich weder von den Inhalten noch von komplizierten und mit Fachausdrücken gespickten Sätzen erschlagen fühlen.  

     

    In welcher Form schreibe ich den Businessplan?

    Ob du den Businessplan aus deiner Sicht (Ich-Perspektive, Wir-Perspektive) oder aus der einer anderen Person schreibst, bleibt dir überlassen. Dafür gibt es keine Regel.

    Ich persönliche bevorzuge es, den Businessplan aus Sicht der Gründer:in-Person, also in der Ich-Form, zu schreiben. Der Businessplan wirkt so lebendiger und das Vorhaben damit nahbarer.

    Kleiner Tipp: Falls du zu den Menschen gehörst, denen es schwer fällt, viel über sich selbst und das eigene Vorhaben zu sprechen, ist das Schreiben in der Ich-Form eine sehr gute Übung. Es ist professionell und wirkt keinesfalls Ich-bezogen, wenn du klar und deutlich darüber berichtest, was die Vorzüge deiner Idee im Vergleich zu anderen sind und wie du dein Vorhaben in die Tat umsetzen wirst.

     

    Wie erstellst du einen Businessplan?

    Das Zusammentragen aller wichtigen Infos für einen bankenfähigen und professionellen Businessplan ist für viele Gründer:innen absolutes Neuland. Und auch das Schreiben ist für viele eine Herausforderung.

    Du kannst dir Unterstützung holen. In Zusammenarbeit mit Gründungscoaches oder Unternehmensberater:innen kannst du die Inhalte deines Businessplans erarbeiten und von ihnen auch deinen professionellen Businessplan erstellen lassen. Damit sparst du dir jede Menge Zeit und Nerven.

    Diese Zusammenarbeit lohnt sich in jedem Fall. Denn durch die Fragen und den Input von Expert:innen und das intensive Beschäftigen mit dir und deinem Vorhaben, entsteht nicht nur ein gut durchdachtes und strukturiertes Konzept. Du gewinnst gleichzeitig an Sicherheit und Selbstvertrauen, weil dein Gegenüber dir hilft, ganz genau hinzuschauen, dich mit deiner Idee optimal aufzustellen und Details richtig zu planen.

    Auch wichtig zu wissen: Bei Banken und Investoren hast du in der Regel nur einen Versuch, mit deinem Geschäftsvorhaben zu überzeugen. Also solltest du für diesen Termin top vorbereitet sein.

     

    Fazit

    Ein Businessplan ist das Dokument, in dem dein Gründungsvorhaben und dessen Umsetzung genau beschrieben werden. Er besteht aus zwei inhaltlich wichtigen Teilen und einem ergänzenden Anhang.

    Im ersten Teil beschreibst du dein Vorhaben ausführlich und gehst auf alle relevanten Themen ein. Im zweiten Teil, der Finanz- und Liquiditätsplanung, legst du dar, wie dein Unternehmen sich wirtschaftlich in den ersten Jahren entwickeln wird. Schließlich, im Anhang, befinden sich relevante Dokumente, die dein Gründungskonzept vervollständigen.

    Der Businessplan dient einerseits als professionelles und vertrauensbildendes Dokument, um Banken und andere Geldgeber:innen von deinem Vorhaben zu überzeugen. Er ist andererseits die solide Basis deines Vorhabens und eine „Gebrauchsanweisung“ für deinen erfolgreichen Start in die Selbstständigkeit.

    Möchtest du einen professionellen Businessplan erarbeiten, um Geldgeber:innen von deinem Vorhaben zu überzeugen?